Petra
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Weise Schildkröte
    
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Es ist nicht alles Gold was glänzt!
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« Antworten #4 am: 22 Oktober 2007, 06:43 » |
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Hier ist es wunderbar, es war heute heiß, wir haben die große Circle-Line-Rundreise gemacht, bei strahlendem Sonnenscheim, um die 25 ° C... So, nun geht es aber weiter in meinem Bericht:
Der Vorteil, wenn man spät abfliegt, ist, man muss nicht mitten in der Nacht aufstehen, um zum Flughafen zu fahren, der Nachteil, man kommt eben doch sehr spät an. ;-) Unsere New York-Maschine ging um 17 Uhr aus Frankfurt heraus. Die 2. Kontrollen in Frankfurt waren zwar "scharf", aber es ging schnell, da zu diesem Zeitpunkt keine andere Maschine abflog. Warum auch immer meine Kamera mal wieder zum Sprengstofftest augesucht wurde, auch dieses ging Ratz-Fatz und natürlich wurde nichts gefunden.
Die Maschine war proppemvoll. Wir hatten eine 3er-Reihe am Fenster und Jenni war glücklich, dass sie noch einen Fensterplatz ergattert hatte. Die Route, die wir flogen war ungewöhnlich, es ging über Frankreichs Westen, nämlich Brest, ehe wir über den Atlantischen Ozean flogen. Anscheinend war kein Jet Stream in der Nähe. Immer wieder hatten kleine Unruhen, aber es hielt sich in Grenzen. Kurz vor New York kam die Ansage aus der Pilotenkanzel:
Liebe Fluggäste, nein wir sind nicht betrunken, wir müssen diesen Zick-Zack-Kurs fliegen, es ist Rush-Hour und wir haben keine Landeerlaubnis. Das ging über eine halbe Stunde so.
Nachdem wir bei heftigem Seitenwind gut gelandet sind, durften wir einmal um den ganzen Flughafen JFK rollen, denn es war kein Platz für uns frei. Man setzte uns nicht auf eine Warteposition, sondern ließ uns rollen und rollen. So haben wir JFK auch vom Boden aus kennengelernt.
Ach so, an Board darf "man" ja schon die Einreiseformulare ausfüllen. Nur haben die Amerikaner die Angewohnheit, die Ziffern 1 und 7 anders zu schreiben. Bei der 1 darf kein "Auf"Strich sein und bei der 7 kein Querstrick. Wenn man sich vertut, dann wird es bei der Einreise nicht akzeptiert und man wir aus der Schlange heraus nach hinten verfrachtet...
Jennis Formular musste ich 3 mal schreiben, den sie hat am 17.0.1 Geburtstag und in ihrer Passnummer wimmelt es nur so von 1sen und außerdem war das Einreisedatum der 20.10.07. Genügend Möglichkeiten Fehler einzubauen. Irgendwann hatten wir es jedoch gecheckt. Die Crew war total nett und kam immer wieder mal mit einem Tablett neuer, frischer unbeschriebener Formulare rum. Übrigens hatten wir vegetarisches Essen bestellt, das war recht lecker, Jenni und Friedrich haben alles verputzt...
Wir kamen ziemlich als letztes aus der Maschine, da Jenni nun doch kurz vor der Landung endgültig eingeschlafen war, es war ja auch zu unserer Zeit schon nach halb zwei. Eine Stunde brauchten wir allemal, ehe wir von dem Beamten die Fingerprint abgenommen bekamen und ein nettes Foto gemacht wurde. (Das kann nur nett geworden sein, mitten in der Nacht, nach einem langen Flug. Ich denke, ich sah richtig gut aus;-))
Die Koffer waren alle da und dann sollte es ab in Hotel gehen. Da wir heute sparsam sein wollten und neben dem Hotel eine Metro ist, versuchten wir herauszufinden, wie das am bsten klappt:
Man fährt in die 3. Ebene, steigt in den AIR TRAIN ein, aber nicht in die rote Linie, wie wir :-((, sondern in die Grüne Linie, die zur Howard Beach fährt. Da Lufthansa im Terminal 1 ankommt, haben wir praktisch alle Stationen durchlaufen. An der Howard Beach zahlt man je 5 USD für die Nutzung des AIR TRain und wir kauften dann an der "Vending Maschine" unsere 7-Tages Karte für 24 USD. Es ist ganz einfach: New Metro Card und ein, zwei Knöpfe drücken, dann ist man Besitzer dieser karte und kann 7 Tage lang alle Busse und Bahnen in New York nehmen. Es steht immer nettes Personal da, die uns auch geholfen haben.
Von der Howard Beach gingen wir zur "A" towards Manhattan. Am Broadway East NY Junction, mussten wir umsteigen und in die "L"-Linie steigen, nur ein paar Stationen und dann waren wir an der Halsey-Station. Klar, das ist billig, aber es dauerte unheimlich lange und vor allem muss man auch ab und zu Treppen hoch und runter steigen. Nicht überall sind Fahrtreppen. Der arme Friedrich musste ganz schön für uns schleppen... Ich werde mit Jenni nicht die U-Bahn zurück zum JFK nehmen, denn das ist mir zu anstrengend.
Vom Flughafen aus habe ich überigens noch im Hotel angerufen, dass wir später kommen, denn in New York ist es so üblich, dass man bis 18 Uhr das Zimmer bezogen haben muss.
Es war 22.30 Uhr NY-Zeit, als wir endlich im Hotel waren. Wir sind mit den Zimmern sehr zufrieden. Es ist nichts Dolles, aber alles sauber und ordentlich. Jenni fiel sofort in einen Tiefschlaf und ich probierte just aus, ob es hier W-Lan gibt. Ja, gibt es, es soll zwar nur unten funktionieren, aber es klappt hier oben auch. Wir haben das Zimmer 307 im 3. Stock und schauen zur Halsey Street hinaus. Es ist irre laut, die Musik dudelt aus den gegenüberliegenden Lokalen und die Autos, die hier anhalten, haben sicher die Lautsprecher extra draußen angebracht, damit man auch ganz sicher alles hört.
Also lärmempfindlich darf man nicht sein. Oder man nimmt OROPAX mit. Fenster geschlossen halten, das geht auch nicht, denn dann drohe ich zu ersticken...
Was noch witzig ist, die Lobby ist eigentlich keine richtige Lobby, denn es steht dort weder Tisch noch Stuhl. Aber es wird morgens ein Complementary Breakfirst angeboten. Man nimmt sich einen Kaffee oder Tee. Im Kühlschrank steht Milch und Orangensaft. Dann gibt es einen süßen Donut. Klasse, ein nettes Frühstück fürs erste...
Viele Grüße Petra
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