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« Antworten #20 am: 22 Juni 2009, 17:51 » |
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Schade, in Fonni wollten wir nicht bleiben, so fuhren wir einem anderen Hinweisschild nach (Agriturismo) Aber auch das sagt uns nicht zu, total abseits gelegen und irgendwie machte der Bauernhof nicht den besten Eindruck.
Wir sind weder verwöhnt noch anspruchsvoll, aber es war noch früh und wir beschlossen weiter zu fahren, bis wir wieder an die Küste kamen.
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« Antworten #21 am: 22 Juni 2009, 17:55 » |
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Unser Sprit ging zur Neige und kurz hinter Villanova fanden wir endlich eine Tankstelle. Gegenüber war eine Bar und wir machten wieder einen Stop.
Hinter der Theke stand eine nette Sardin, die perfekt deutsch sprach. Sie schwärmte vom Käse- und Mohnkuchen. Wir tranken eine Kleinigkeit und schäkerten rum. Die Einheimischen wurden schon nervös, da sie nicht verstanden, worüber wir uns unterhielten.
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« Antworten #22 am: 22 Juni 2009, 17:57 » |
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Dann kamen wir nach Lanusei, wieder eine Stadt in den Bergen, sehr schön gelegen, wir mussten einige Serpentinen rauf und runter fahren, ehe wir den Ort durchfahren hatten.
Es folgte nun die fast schönste Strecke über die Kalkberge Ogliastra nach Bari Sardo. 4 Tornati (Haarnadelkurven) hintereinander und immer wieder Kurve an Kurve. Hier war ich eigentlich zufrieden, dass ich hinten auf der Maschine saß.
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« Antworten #23 am: 22 Juni 2009, 17:59 » |
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Angekommen in Bari Sardo fuhren wir weiter Richtung Torre di Bari. Unterwegs fanden wir eine Motorradunterkunft, (30 € pro Person inkl. Frühstück) Das war schon ok, aber wir wollten lieber ans Meer. Der Torre di Bari ist ein alter Sarazenenturm, der früher ein Wachturm war. Hier gefiel es uns, ein toller langer weißer Strand, Pinienwälder und Campingplätze.
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« Antworten #24 am: 22 Juni 2009, 18:01 » |
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Leider gab es keine Hütten für eine Nacht, Minimum 3 Nächte. Wir trafen beim Campingplatz ein deutsches Motorradpäarchen, die sich die anderen beiden Plätze auch schon angesehen hatten. Es sollte sich nicht lohnen. Was nun?
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« Antworten #25 am: 22 Juni 2009, 18:03 » |
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Wir waren noch so gut drauf, dass wir meinten auch die letzten 100 Kilometer nach Cagliari könnten wir ebenso gut noch im Hellen schaffen. Ich war auch dafür, so hatten wir 2 Nächte an einem Ort.
Die Strecke war gut zu fahren und genau bei Sonnenuntergang schmiss Dieter seinen Garmin an, da wir uns verfahren hatten. Der Campingplatz liegt an der Küste in Quatar von Cagliari. Wieder 8 Kilometer zurück und wir haben endlich unser Ziel erreicht.
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« Antworten #26 am: 22 Juni 2009, 18:06 » |
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Übrigens die letzten 30 Kilometer entlang der Steilküste waren ein Traum. Alles glitzerte in der Sonne, die schon sehr tief stand.
Dann kam die große Überraschung am Campingplatz Pini e Mare, es gab keinen freien Bungalow für 2 Nächte. Nach langem hin und her bot man uns einen Campingwagen an, ohne Küche und Bad. Zu diesem Zeitpunkt hätten wir alles genommen... Klar, es ist mal etwas anderes.
Die Hausmeister waren super nett. Einer von ihnen sprach deutsch und freute sich, endlich mal wieder deutsch sprechen zu können. Er hat 28 Jahre in Düsseldorf gelebt und kannte auch die Antoniusstraße (da habe ich vor 50 Jahren mal gewohnt...)
Tja, da hatten wir doch wieder ein Stein im Brett. Den Abend gingen wir lecker essen. Friedrich und Dieter probierten beide sardische Spezialitäten und ich nahm 2 Vorspeisen. Dazu ein Hauswein und wir fielen totmüde ins Bett.
Wir sind diesen Tag 442 Kilometer gefahren, insgesamt nun über 9.000! Das Wetter heute war eigentlich viel zu heiß, (35°C) Dazu wehte meist ein warmer starker Wind, nicht sehr angenehm.
Dieters Maschine? Ja, sie spuckt immer noch ab und zu. Manchmal knallt sie auch so laut, dass die Leute entsetzt zur Seite springen...
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« Antworten #27 am: 22 Juni 2009, 18:10 » |
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Am nächsten Morgen bekamen wir einen Topf vom netten Hausmeister, so dass Dieter seinen Gaskocher in Gang setzen konnte. Mein Kochgeschirr etc. war ja [leider] schon wieder zu Hause, da wir abspecken mussten.
Friedrich besorgte Brot, Butter, Käse und Tomaten, Dieter hatte seine Wurst und so gab es ein zünftiges Frühstück unter einem Strohdach.
Übrigens bekommt man hier ein Armbändchen...
Dieter wollte an seiner neuen Scheibe noch etwas ändern, aber es fehlten die passenden Werkzeuge. Schon bekamen eine Werkzeugtasche mit allen möglichen Schlüsseln, toll...
Wir fragten auch nach einem Motorradhändler, da Friedrich ja immer noch mit dem Gedanken spielt, sich eine gebrauchte Maschine zu kaufen.
Kein Problem, der Hausmeister muss ohnehin nach Cagliari und er zeigt uns 2 Läden und wenn wir Hilfe brauchen, dann bleibt er auch dabei.
Ja, so nett sind die Italiener...
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« Antworten #28 am: 22 Juni 2009, 18:13 » |
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Um halb zwölf ging es los. Ihr könnt Euch ja vorstellen, wie die Fahrt war. Es hält sich kein Italiener an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten, er wird kreuz und quer gewchselt, überholt...
Beim ersten Händler gab es es neben nagelneuen Harley Davidson auch ein paar gebrauchte Maschinen, aber nicht so die gewünschte Preisklasse. 500 Meter weiter gab es auch nicht viel mehr, aber wir haben Auskunft über die Modalitäten bekommen.
So wissen wir jetzt, dass es ohne Probleme möglich ist, hier eine Maschine zu kaufen, sie für 2 Monate anzumelden und zu versichern und dann in Deutschland umzumelden. Sie hätten auch günstige gebrauchte Maschinen an einem Lager, nur heute ist Samstag und da ist das Lager zu.
Kein Problem, wir wissen nun mehr und fuhren noch zum Hafen, denn wir wollten uns vergewissern, dass die Fähre auch wie gebucht, am Sonntag den 21.6. um 10 Uhr fährt. Wir haben das Büro der Tirrenia zwar gefunden, aber es war geschlossen. Dafür fiel Dieters Helm auf die Straße und ausgerechnet auf das Visier..
PS. Warum das Bild gross erscheint, ich weiss es nicht... aber es passt ja gut...
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« Antworten #29 am: 22 Juni 2009, 18:15 » |
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Wir fuhren zum Campingplatz zurück. Dort war man so nett und rief das CallCenter an. Sie bestätigten die Abfahrt, wunderbar.
Direkt hinter dem Campingplatz war ein schmaler Strand. Hier tummelten sich anscheinend ganz Cagliari. Man konnte kaum ein Bein auf den Boden bekommen.
Am Abend ließen wir uns eine Pizza vom Pizzabringdienst kommen und ich machte einen grünen Salat dazu. Wir gingen zeitig zu Bett, denn um 6 Uhr wollen wir aufstehen.
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